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neurotitan shop & gallery

im Haus Schwarzenberg
Rosenthalerstraße 39
10178 Berlin

fon +49.(0)30.308 725 76
fax +49.(0)30.282 90 33

Shop E-mail Adresse

Öffnungszeiten
mo - sa: 12 - 20h


Anfahrt


Informationen zum Schwarzenberg e.V. und
weiteren Veranstaltungen im Haus gibt's hier

 

14.03.2015 - 06.04.2015

English version Here!

Baggage

Vered Aharonovitch | Nivi Alroy | Dede | Itamar Inbar | Assi Meshullam | Nitzan Mintz | Lena Revenko | Amir Tomashov | Vera Valdimirsky | Noa Yekutieli

kuratiert von Hagar Bril

Vernissage am 14.03.2015 um 20.00 Uhr

Öffnungszeiten zu Ostern:

03.04.2015 Karfreitag 12.00 - 20.00 Uhr
05.04.2015 Ostersonntag 14.00 - 19.00 Uhr
06.04.2015 Ostermontag 13.00 - 20.00 Uhr

 

 

Vorwort der Kuratorin Hagar Bril:

"Wenn wir von Land zu Land reisen, haben wir Gepäck bei uns. An erster Stelle ein Handgepäck - die kleine 40 x 50 cm große Tasche mit der wir an Bord eines Flugzeuges gehen dürfen. Alles Größere wird in den Bauch der Maschine geschickt und wir müssen entscheiden: Welcher Teil unserer persönlichen Habe ist der Wichtigste? Was wollen wir nahe bei uns haben, für den Fall, dass unsere Koffer verloren gehen? Wenn wir durch den Flughafen ziehen, ist unser Handgepäck das Einzige was wir bei uns tragen. In einem Zustand der Durchquerung - wenn wir unsere Heimat verlassen - liegt unsere gesamte Welt darin zusammengefaltet. Wir werden zu Reisenden, Nomaden.

Die israelische Gemeinde in Berlin wurde vor langer Zeit gegründet. Aber mit dem neuen Kooperations-abkommen, das Bürgern unter 30 Jahren erlaubt, unkompliziert im jeweils anderen Land zu leben und zu arbeiten, wurde das Verhältnis der beiden Länder zum Gegenstand der Diskussion. Es ist ein kompliziertes Verhältnis, voller Erinnerungen, Schmerz, Schuld und Anklagen aber auch voller Hoffnung, Begeisterung, Vergebung und Kooperation. Die Auffassung zur Emigration ist ein wunder Punkt der israelischen Gesellschaft. Wenn so viele junge Menschen ihre Heimat verlassen, um auf fremden Boden zu leben, dann fangen die gefestigten Vorstellungen von Nationalität, Vermächtnis und Identität an, auseinander zu fallen. Warum ist es so falsch, den einen Ort für einen anderen aufzugeben? Ist das notwendigerweise eine schlechte Sache?

Eroberungen und Reisen spielten und spielen immer noch eine große Rolle in der westlichen Kultur. Nur dem Verlassen der Heimat und dem Reisen an unbekannte Orte ist es zu verdanken, dass wir neue Gebiete auf der Erde und im Weltall erschließen konnten. Unsere Neugier und der Drang nach Abenteuer haben die Menschheit zu großen Errungenschaften geführt. Wir alle wünschten wir könnten entdecken, untersuchen, erleben und uns wenigstens einmal neu erfinden - unbeachtet unseres Hintergrundes.

Wäre es nicht großartig noch einmal ganz von vorne anzufangen? An einem neuen Ort. Die Vergangenheit hinter uns lassend in ein Flugzeug steigen, auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Aber dann ist da die Heimat. Der Platz an den wir gehören. Manchmal wird das befreiende Gefühl von Nomadentum durch ein starkes Bedürfnis nach festem Boden unter den Füßen abgelöst. Können wir entscheiden wo diese Heimat sein wird? Können wir sie wählen? Und warum ist es überhaupt so schwierig, das Zuhause zu verlassen? Was ist es, dass uns hält. Obwohl im Deutschen das Wort Fernweh existiert, haben viele Sprachen keinen eigenen Terminus, um unsere Sehnsucht nach einem neuen Ort zu beschreiben. Aber es gibt einen für Heimat.

Die alten Griechen benutzten ein einzigartiges Wort um ihre Heimkehr nach langen Reisen zu beschreiben: Nostos (νόστος). In Kombination mit Algos ( λγος, gleichbedeutend ἄ Schmerz), wurde dieses Wort zum ethymologischen Ursprung für Nostalgie, wörtlich übersetzt: Heimweh.

Vielleicht ist Heimat nicht ein Ort, sondern ein Gefühl.
So steht unser Gepäck als ein kleines Denkmal für unsere Reisen um die Welt, doch unsere Koffer enthalten immer ein Stück Heimat. Erlauben jedem von uns, sein zu können, wo immer man sein möchte. Zu gehen und zurück zu kehren."

Vered Aharonovitch

Die israelische Künstlerin Vered Aharonovitch lebt und arbeitet in Tel Aviv hauptsächlich mit Malerei, Skulptur und Installation. Vered hat einen BFA der Bezalel Academy of Art and Design und einen MFA der Universität von Haifa. Sie ist Mitbegründerin von Hanina, einer nicht-kommerziellen Künstlerkooperative und Galerie in Tel-Aviv.
Ihre letzten Projekte waren eine großformatige Installation in der Alfred Gallery Tel Aviv, Ausstellungen an verschiedenen Orten wie dem Haifa Museum, der Galon Art Gallery und die Teilnahme an Kunstmessen wie z.B. der Art Rotterdam.

www.veredaharonovitch.com/

 

Nivi Alroy

Nivi Alroy, geboren 1978, erhielt ihren BFA an der Bezalel Academy of Art and Design in Jerusalem, und ihren MFA an der School of Visual Arts in New York. Sie wurde ausgezeichnet mit dem Ahuvi Most Promising Artist Award, dem Frida E. Issiccoff Alumni Award, sowie dieversen Stipendien. Sie hat am Triangel Workshop teilgenommen und war Gast des A.I. R gallery residency programs in New York.

Alroys Arbeiten wurden international ausgestellt. Sie unterrichtet Bildende Kunst und arbeitet als AICF Fine Arts Fellowship Consultant. Zur Zeit bereitet sie sich auf eine Ausstellung in der Stein Rose Gallery New York und eine Zusammenarbeit mit dem Edmond and Lily Safra Center for Brain Sciences der Hebrew University of Jerusalem vor.

 


www.nivialroy.net/


Dede

Dede ist ein Konzeptkünstler aus Tel-Aviv, der verschiedene Medien benutzt, um in der öffentlichen Arena zu kommunizieren. Seit 2006 schon zeigt er seine Kunst auf den Straßen Tel-Avivs und weltweit. Kürzlich war er zur Glass House Residency in Berlin eingeladen und hatte gemeinsam mit Nitzan Mintz eine Ausstellung im Kunstmagistrat von Tel-Aviv, sowie Soloausstellungen in der Front Room Gallery, NYC und der Bezalel7 Gallery, Jerusalem.

 

http://www.imdede.com/

Itamar Inbar

Itamar Inbar lebt und arbeitet in Tel Aviv und Berlin. Itamar hat einen Bachelor of Fine Arts vom Shenkar College of Engineering and Design, The Multidisciplinary Art Department, Ramat Gan, Israel und ist Mitglied der Künstlergruppe Anti Mehikon. In seinen Arbeiten befasst sich Inbar mit den psychologischen und politischen Fragestellungen des Individuums in der Gesellschaft. Er benutzt eine weite Bandbreite von Materialien und Medien: Zeichnung, Video, Motoren, Video Mapping und alltägliche Ready-Made-Objekte. In seinen raumbezogenen Installationen konzentriert sich Inbar auf die Benutzung von Raum auf eine Art und Weise, die den Betrachter herausfordert, die Installationen anzuschauen, um sie herum zulaufen und sie zu erleben.

 

itamarinbar.com/


Assi Meshullam

Assi Meshullam, geboren 1975, lebt und arbeitet in Tel Aviv. Assi hat einen B.A. der Universität Haifa in den Fächern Bildende Kunst und Archäologie. Er hat Preise und Stipendien für seine Kunst erhalten und hatte Einzelausstellungen u.a. im Artists' House, Tel Aviv, in der Julie M. Gallery, Tel Aviv, im Ramat Gan Museum for Israeli Art oder im Ein-Hod Künstler' Dorf, Israel. Seine letzten Ausstellungsbeteiligungen waren im Russischen Museum für Ethnographie, Sankt Petersburg und im Beit Hatfutsot Museum, Tel Aviv.

 

www.assimeshullam.net/

 

Nitzan Mintz

Nitzan ist eine in Tel-Aviv lebende „Strassen-Poetin“ und Bildende Künstlerin. Sie arbeitet sowohl im öffentlichen Raum als auch Innen. Ende dieses Jahres wird sie ihre Studien in Bildender Kunst und Kreativem Schreiben am Minshar College of Art, Tel Aviv mit dem Bachelor of Fine Arts abschließen.
Zuletzt nahm Nitzan an Gruppenausstellungen im Nahum Gutman Museum, Tel Aviv, in der Wilton's Hall, London, und der Swater Gallery, Yekaterinburg (Russland) teil.

www.facebook.com/nitzan.mintz.street.poetry

Lena Revenko

Lena Revenko wurde in Minsk, Weisrussland geboren. Mit 14 Jahren zog sie nach Israel. Lena hat einen B.A. (Cum Laude) in Grafik Design von der Bezalel Academy of Art and Design, Jerusalem. Sie erhielt den America-Israel-Award und den Best Illustration Award. Ihre erste Soloausstellung war 2006 in Kyoto, Japan. Seither zeigte sie ihre Kunst auf Soloausstellungen in Tokyo, Tel Aviv und Shanghai und nahm an diversen Gruppenausstellungen in Tel Aviv, Spanien, Singapur, Seoul, London, und der Art Basel teil.

 


lenarevenko.com/

 

Amir Tomashov

Amir Tomashov ist Architekt und Architektur ist sehr präsent in seinen Arbeiten. In ihnen agiert er als ein akuter Beobachter und absorbiert Prozesse der Konstruktion und Destruktion, von Aufbau und Untergang, um sie in Aktionsmechanismen zu kombinieren. Urbane Nachlässigkeiten, Verwahrlosung, Verlassenheit, übersättigte Gebäude und andere aggressive architektuelle Aktionen sind die Antriebsfedern seine Gedanken- und Arbeitsprozesse . Diese verschlingen und vermischen sich in einer Ästhetik, die eher ein konzeptuelles Ideal als eine Pornographie der Zerstörung zu sein scheint.

Tomashov, geboren 1978, hat bereits in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien, Museen und alternativen Ausstellungsorten ausgestellt. Seine Arbeiten sind Teil privater Sammlungen weltweit.

www.amir-tomashov.com/

 


Vera Valdimirsky

Die Fotografin und Collagenkünstlerin Vera Valdimirsky wurde 1984 in der Ukraine geboren und lebt und arbeitet heute in Tel Aviv. Sie hat einen Abschluss in Fotografie am Kiryat Ono Photography College, und ausserdem einen BFA in Photography von der Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem.
Vera hat kürzlich an der Fresh Paint Art Fair for Contemporary Art, Tel Aviv, teilgenommen und bei der Fotografie-Abschluss Ausstellung des Open Museum of Photography, Tel-Hai, ausgestellt. Zukünftige Projekte schließen eine gemeinsame Show mit Noa Schwartz in der Feinberg Projects Gallery, Tel Aviv, und einen Gruppenausstellung in der Inga Gallery, Tel Aviv ein.

 

 

Noa Yekutieli

Noa Yekutieli wurde 1989 in Kalifornien, USA geboren und immigrierte als Kind nach Israel. Sie lebt und arbeitet in Tel Aviv. In den letzten Jahren hat Yekutieli eine autodidaktische Recherche einer Papier-Schneide Technik betrieben, die auf zweidimensionale Stücke in Schwarz/Weiss ausgerichtet ist und sich auf ortsbezogene Installtionen konzentriert, die oftmals Ready-Mades und Kombinationen von Ready Mades und ihren Scherenschnitt-Arbeiten enthalten.

Yekutieli untersucht die wankelmütige Seite des Gedächtnisses. Durch natürliche und menschengemachte Katastrophen werden ganze physische Realitäten ausradiert und verändert, nur Erinnerungen hinterlassend, die langsam verschwimmen und verblassen und somit Platz für eine neu entstehende Realität machen.

2014 erhielt Yekutieli den ‘Young International Artist Award’ von Outset & The Tel Aviv Arts Council, als vielversprechendste Künstlerin mit dem größten Potential für substanziellen Erfolg in ihrer zukünftigen künstlerischen Karriere. Yekutieli hat an Gruppenausstellungen in Israel, Russland und Deutschland teilgenommen und bereitet zur Zeit Soloshows in Israel, Taiwan und Deutschland vor.

 

www.noayekutieli.com/

 


Hagar Bril

Hagar ist eine Kulturproduzentin und Kuratorin aus Tel-Aviv. Sie hat einen B.A. der Tel- Aviv Universität und einen Abschluss als Diplomkuratorin und Galeriemanagerin der Shorshim Art School & Gallery, Auctioneers & Appraisers. Zur Zeit ist sie M.A. Studentin des interdisziplinären Graduiertenprogramms für Kunst der Universität Tel-Aviv.
Zuletzt kuratierte sie Einzel- und Gruppenausstellungen in der Bezalel7 Gallery, Jerusalem, in der Municipality Gallery, Giv'ataim und im Mazeh9 – Young Citizens Center, Tel Aviv. Zukünftige Projekte sind am Merhav Art Space, Jaffa und in der Alon Segev Gallery, Tel Aviv geplant.



Diese Ausstellung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von