shop & gallery
electronic music.comics.graphics.art.exhibition
 
Ausstellungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Galeriebilder
 
 
 
 
 
 
   
 

 

neurotitan shop & gallery

im Haus Schwarzenberg
Rosenthalerstraße 39
10178 Berlin

fon +49.(0)30.308 725 76
fax +49.(0)30.282 90 33

Öffnungszeiten
mo - sa: 12 - 20h


Anfahrt


Informationen zum Schwarzenberg e.V. und
weiteren Veranstaltungen im Haus gibt´s hier

 

21.09. 2012 - 13.10.2012

the weird

Cone | DXTR | Frau Isa | Herr von Bias | Low Bros | Nychos | Look & Vidam | Rookie

Eröffnung am Freitag den 21.09.2012 um 19.00 Uhr

 

 

 

 

THE WEIRD ist ein Zusammenschluss von 10 jungen, international aufstrebenden Künstlern und Illustratoren, aus Deutschland und Österreich. Die Gruppe wurde nach zahlreichen gemeinsamen Ausstellungen und Wandmalereien 2011 gegründet und versucht in den Bereichen Malerei, Comic, Installation, Muralism, Urban Art, Character Design und Illustration neue Wege zu finden und Maßstäbe zu setzen.

Hauptaugenmerk gilt dabei großflächigen Wandmalereien und spontanen Kollaborationen der Künstler. Auch wenn der Graffitieinfluss der Künstler hier spürbar ist, fühlt sich die Gruppe im Popsurrealismus verortet. Die Bildinhalte und Themen, des Kollektivs sind figurativ, auf den ersten Blick oft verspielt und verträumt, gleichzeitig aber auch ironisch und provokativ. Deutlich sind surrealistische Einflüsse gepaart mit einer Ästhetik des bizarr-komischen. Dies charakterisiert auch der Name: The Weird meint die Verrücktheit, das leicht wahnsinnige in den Figuren die die Gruppe auf den Wänden ins Leben ruft.

Die gemeinsame Gruppenausstellung im Neurotitan ist die erste große Soloshow von THE WEIRD seit ihrer Gründung.

www.facebook.com/theweirdcrew

 

Rookie / Robert Matzke (Münster)

Humorvoll, sarkastisch, oft auch spöttisch reflektieren die Arbeiten von Robert Matzke banale Alltagssituationen und eigene Erlebnisse. Sie stellen sich verschlüsselt, metaphorisch, oder als simpler Witz dar – skurril oder sogar grotesk erscheinen sie dabei fast immer. Wer genau hinschaut, erahnt vage den Graffiti-Hintergrund des Künstlers, der sich heute jedoch eher der Lowbrow Art und dem Popsurrealismus zugehörig fühlt. Stilistisch häufig schroff anmutend, fließen in Robert Matzkes Werken die Techniken und Materialien ineinander und vermitteln stellenweise einen unfertigen, rohen Eindruck.

 

www.liquidluck.de/

Low Bros (Hamburg)

Das Urban Art Team Low Bros besteht aus den zwei Brüdern Qbrk und Nerd und stammt aus Hamburg. Künstlerisch betätigen sich Qbrk und Nerd schon immer: Als Kinder entwickelten die Brüder eigene kleine Geschichten und schufen Phantasiewelten. Deren Einflüsse, die kindlich erinnerten Elemente des Stadt- und Landlebens, die Comics und die Videospiele sind bis in die aktuellen Arbeiten der Low Bros spürbar. Mysteriöse Charaktere wie die „Teen Wolves“ befinden sich in guter Gesellschaft mit coolen Füchsen und zahlreichen halbgeheimen Symbolen, die den Brüdern im Nachhinein manchmal selbst Rätsel aufgeben. Eine unmissverständliche Botschaft wird nicht geliefert, stattdessen möglichst viel Raum für eigene Interpretationen gelassen. Dennoch gehören all diese eigenwilligen Figuren einem gemeinsamen Universum an – eine innere Verknüpfung, die sich auch im Außen widerspiegelt.

 

www.lowbros.de/

DXTR (Düsseldorf)

DXTRs Stil entspringt dem Graffiti, auch wenn dieses Label heute nicht mehr passen dürfte. Seine Themen und Bildinhalte sind figurativ, sie wirken verträumt und verspielt und enthalten mystische, ironische und provokative Elemente. Aus einfachen und klassischen Formen, aus Elementen der Typographie, Comics und Wimmelbildern entsteht ein Stil, den DXTR selbst als „Dead Disney“ beschreibt. Seine Szenarien werden unter anderem von Robert Crumb, Ren and Stimpy, Fritz the Cat und dem Hip Hop der 80er und 90er Jahre künstlerisch befruchtet. DXTRs gestalterisches Hauptaugenmerk gilt momentan der großflächigen Wandmalerei.

 

www.flickr.com/photos/dxtrs

Herr von Bias (Berlin)

Herr von Bias über Herr von Bias: „Die fleischige, von Knochen durchsetzte Hülle, mit welcher sich Herr von Bias (HRVB) schmückt, wurde Anfang der 80er Jahre zwischen zwei Schenkeln hervorgequetscht. Aufgewachsen in einer Zeit, in der die weiß gestrichenen Fassaden der Westberliner Sozialbau-Grenzghettos den goldenen Westen, Überfluss und Sorglosigkeit verhießen. Dann: Die goldenen Neunziger. Der bis dahin gut gepflegte, fast jungfräuliche, mit kleinen Kieselsteinen verzierte Beton bekam die neue Freiheit zu spüren. Große, bunte Buchstaben breiteten sich an den Fassaden im Viertel aus. Das Interesse war geweckt. Einige Zeit später stand der Selbstversuch an. Bestens ausgerüstet wurden im Schutz der Dunkelheit erste Versuche unternommen. Ernüchterung machte sich breit. Ein Mangel an Talent wurde sich selber attestiert. Fehleranalyse. Erneuter Versuch..."

Einen Mangel an Talent kann man Herrn von Bias heute wohl nicht mehr behaupten. Er lebt und arbeitet als Illustrator, Grafiker und Fassadenmaler in Berlin und gehört seit Oktober 2011 zum Künstlerkollektiv „The Weird“.

 

 

 

www.herr-bias.de/

Frau Isa

Mysteriöse Wesen sind das, die Frau Isa zum Leben erweckt. Märchenhafte Gestalten, oft niedlich und puppenhaft, scheinbar ganz harmlos. Wer genau hinschaut, der spürt jedoch das Unheimliche, das sie ausstrahlen – einen subtilen Horror, der unter der Oberfläche schwelt und einen dunklen Schatten über die magische Welt der Wiener Künstlerin wirft. In diesem Niemandsland bedrängen perfide Vogelgeister naive junge Damen, werden Augenhöhlen zu bodenlosen Abgründen und ein breites Lächeln zur Bedrohung. Die gedämpfte Farbgebung ihrer Arbeiten unterstützt die nostalgische Atmosphäre, die Frau Isa erschafft. Bei allem Hintergründigen wirken ihre Kompositionen dennoch leicht, oft auch witzig, mit einem spitzbübischen Humor ausgestattet. Sie erinnern uns auf bittersüße Weise an die Flüchtigkeit der Schönheit und an die Vergänglichkeit der eigenen Existenz.

 

http://frau-isa.tumblr.com/

Nychos

„Die grüne Hölle“ nennt Nychos das Dorf in der Nähe von Graz, in dem er aufwuchs. Als Kind einer österreichischen Jägerfamilie eröffnete sich ihm schon früh ein ganz selbstverständlicher Zugang zu Situationen, die in einem anderen Kontext als grausam oder brutal etikettiert würden. Die Unbarmherzigkeit der Natur und der stets lauernde Tod waren dem kindlichen Nychos vertraute Begleiter. Bald entwickelte er ein tiefes Gespür für die Schönheit in der Hässlichkeit; einen Blick hinter die Dinge, der sich in seinen Arbeiten auch heute ausdrückt. Eine rätselhafte Erkrankung im Alter von 19 brachte ihn schließlich dazu, sich intensiv mit dem eigenen Unterbewusstsein auseinander zu setzen –und Nychos griff zum Stift. Hier liegt auch der Ursprung des weißen Hasen, der nur einen kleinen Teil des künstlerischen Universums ausmacht, aber für die kreative Entwicklung des Österreichers eine große Rolle spielte. Nicht umsonst trägt Nychos‘ Graffiti- und Street Art-Projekt den klangvollen Namen „RABBIT EYE MOVEMENT“.

 

http://rabbiteyemovement.tumblr.com/

CONE

Die unterschiedlichen Möglichkeiten, Figuren zu gestalten, faszinierten den gebürtigen Münchner CONE schon als Kind. Mit den Jahren zog es ihn mehr und mehr zum Character hin – mittlerweile sind seine Arbeiten fast ausschließlich davon beherrscht. Geprägt wurde CONE durch den frühen Zugang zu großen Büchersammlungen: Imposante Bildbände historischer Kulturen mit aufwändigen Illustrationen beeinflussten ihn ebenso wie die Malerei des Surrealismus und das Design von Plattencovern. In den letzten Jahren sind seine Motive komplexer und detaillierter geworden. Ähnlich wie Wimmelbilder bestehen sie aus vielen verschiedenen Figuren, die mit ihrer Umgebung zu einer Einheit verschmelzen. Seit längerem ist der Künstler auf der Suche nach einer alternativen Form zum Comic; einer Form, die mit mehreren Bedeutungsebenen zum genauen Hinsehen auffordert. Oft arbeitet CONE versteckte Botschaften und Elemente in seine Werke ein, die nur durch intensives Suchen auszumachen sind – und die den Betrachter belohnen, wenn er sie entdeckt.

www.conestruction.blogspot.de/

Vidam

Der in Budapest geborene Vidam (ungarisch für: fröhlich) wuchs in einem beschaulichem Dorf nahe Köln auf. Früh entdeckte er seine Liebe zum Zeichnen und Gezeichnetem. Diese Zuneigung kultivierte er zunächst durch das intensive Studium von Disney-Trickfilmen, später dann mit francobelgischen und Underground-Comics. Der Wunsch, selbst gezeichnete Welten zu erschaffen, verschlug Vidam nach dem Abitur in die Hauptstadt, wo er bis 2010 an der HTW Kommunikationsdesign studierte. Schon während des Studiums gründete er mit zwei Kommilitonen das Kunst-
und Designprojekt Peachbeach, welches sich mittlerweile zu einer Design- und Illustrationsagentur entwickelt hat. Neben der kommerziellen Illustration für internationale Auftraggeber beschäftigt sich Vidam intensiv mit freien Projekten wie dem Malen von Graffiti und der Organisation eigener Ausstellungen weltweit. Seine zweite große Leidenschaft ist die Musik: Er produziert elektronische Tanzmusik und arbeitet unter dem gleichen Pseudonym auch als DJ.

www.peachbeach.de/pb/

LOOK / Lars Wunderlich (Berlin)

1996 nahm Lars zum ersten Mal eine Sprühdose aus dem örtlichen Baumarkt zur Hand und sprühte das Wort Look an die Wand. Mehr brauchte es nicht, um in den Bann des Graffiti zu geraten. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit Buchstaben wuchs bald der Wunsch nach einem tiefer gehenden Verständnis seines Handwerks. In Greifwald und Berlin studierte er Kunst sowie Kommunikationsdesign und entwickelte seinen Stil weiter. Lars‘ Arbeiten verschmelzen die Manierismen von Comic, Dada, Graffiti und Illustration zu einem neuen Ganzen. Thematisch beschäftigt sich der Künstler mit dem Zusammenspiel von Mensch, Natur und Zeit – und den daraus resultierenden Umständen und Abwegen. Im Jahr 2007 gründete er mit zwei Kommilitonen das Design- und UrbanArt-Kollektiv Peachbeach. Seinen künstlerischen Freiraum bewahrt sich Lars vor allem durch das Malen von Wänden, die er häufig zusammen mit seinen Kollegen von „The Weird“ verwirklicht.

 

www.peachbeach.de/pb/