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im Haus Schwarzenberg
Rosenthalerstraße 39
10178 Berlin

fon +49.(0)30.308 725 76
fax +49.(0)30.282 90 33

Öffnungszeiten
mo - sa: 12 - 20h
so: 14 -19h


Anfahrt


Informationen zum Schwarzenberg e.V. und
weiteren Veranstaltungen im Haus gibt´s hier

 

14.01.2011 - 05.02.2011

das konditionierte ich konditionierte das
Christian Wahle aka Lake & Thomas Naumann aka neGate


Vernissage am 14.01.2011 um 19.00 Uhr

 


 

Die Ausstellung „Das konditionierte Ich konditionierte Das“ bietet ein Einblick in die aktuellen Schaffensprozesse der beiden Künstler Lake und neGate. In den Arbeiten wird ein Spannungsbogen zwischen zwei Extremen aufgebaut. Auf der einen Seite steht der kaum zu durchbrechende Kreislauf aus konditioniertem Ich, dem Schaffen des Ichs und der
weiteren Konditionierung durch das Geschaffene. Im Gegensatz dazu steht der Zustand in dem sich das Ich losgelöst von allen lähmenden Reiz-Reaktions-Mustern frei bewegen kann. Zwei Künstler mit unterschiedlichen Stilen, heißt auch zwei verschiedene Versuche ein Weg zu finden sich der Gravitationskraft des konditionierten Ichs zu entziehen. Beide
haben jedoch denselben Antrieb. Den Zweifel als erste entscheidende Richtungsänderung.

Der eine Weg wird zu einer Odyssee. In den Arbeiten von Christian Wahle steht die Entfesselung des Individuums im Mittelpunkt. Das Ich bricht aus der Umklammerung der gesellschaftlich geprägten Verhaltensmuster aus. Es flieht und strebt gleichzeitig nach Erkenntnis und öffnet damit den Weg zur Selbstverwirklichung.

 

 

Thomas Naumann hingegen thematisiert den Weg ins Innere. Die Kunst selbst entpuppt sich hier als Weg und Konfrontation mit Auswüchsen des konditionierten Ichs. Neben dem Moment der Erkenntnis kommt es auf diesem Weg zu einem Zustand indem das Ich eins wird mit dem Werk. Entscheidungen werden nicht mehr an die Vergangenheit oder die Zukunft gekoppelt. Der Dialog mit dem konditionierten Ich ist unterbrochen. Das eins werden mit dem Werk, mit der Stadt und auch den damit verbundenen Konflikten ist Inhalt der Arbeiten von Thomas Naumann.

 

 

Beide Künstler haben Ihre Wurzeln im Graffiti. In den Wirren der ersten Wendejahre, begannen beide die noch zahlreich vorhandenen Freiräume der Stadt künstlerisch zu erforschen. Von da an wurde mit Stilen, Techniken, Materialien und Inhalten experimentiert. Die Stadt wurde mehr und mehr als ein offener Atelier- und Galerieraum angesehen. Die Arbeiten der beiden Künstler unterscheiden sich durch die Wahl der Motive. Christian Wahle hat sich von Beginn der figurativen Malerei verschrieben. Thomas Naumann hingegen legte den Fokus auf das Writing. Beide vollzogen frühzeitig einen entscheidenden Wandel in Stil und Technik. Um den Kern der Motive besser heraus arbeiten zu können, wurden klassische Form- und Farbgebung aufgebrochen und wurden einer immer größer werdenden Abstraktion unterzogen. Dies führte zu einem starken kompositorischen Denken. Gleichermaßen entwickelte sich das Arbeiten im öffentlichen Raum entscheidend weiter.